Sunday, 15.12.19
home Bad Kissingen Schloss Mespelbrunn Frankenwein & Federweißer Radtouren
Regionen Unterfranken
Landkreis Aschaffenburg
Landkreis Bad Kissingen
Landkreis Haßberge
weitere Regionen ...
Kultur Unterfranken
Orgelbaumuseum Schloss Hanstein
Kirchenburgmuseum
Schloss Mespelbrunn
weitere Kultur ...
Bäderland Rhön
Bad Königshofen
Bad Brückenau
Bad Kissingen
weiteres Bäderland ...
Natur Unterfranken
Naturpark Bayerische Rhön
Land & Lage Unterfranken
Naturpark Steigerwald
weiteres Natur ...
Unterfranken Spezialitäten
Schmankerln zum Frankenwein
Frankenwein
Weinfahrten
weitere Spezialitäten ...
Unterfranken Aktiv
Radfahren in Unterfranken
Wandern in Unterfranken
Reiten in Unterfranken
weiterer Aktivurlaub ...
Dies und Das
Bannerwerbung
RSS Feeds
Sitemap
Disclaimer
Impressum
Datenschutz
Landkreis Main-Spessart

Landkreis Main-Spessart



Der Spessart ist eine eher dünn besiedelte, von großen Waldflächen durchzogene Mittelgebirgslandschaft, die in etwa in der Mitte des Mainvierecks liegt, und sich darüber hinaus noch ein Stück weit nördlich nach Hessen ausbreitet. Mit ca. zwei Dritteln seiner Gesamtfläche befindet sich der Großteil des Spessarts allerdings auf bayerischem Boden, ein Großteil des Gebiets wird als „Naturpark Bayerischer Spessart“ besonders gefördert.



Die drei westlichsten Landkreise Unterfrankens, Main- Spessart, Aschaffenburg und Miltenberg, sind Teil dieser Region, die mit ihren Laubwäldern, sanften Hügeln (höchster Punkt ist mit gerade einmal 585 m der Geiersberg), und den Flussläufen von Saale und Main ein Paradies für Wanderer und Radwanderer ist.

Der Landkreis Main- Spessart schließt sich im Westen an den Landkreis Würzburg an und ist größtenteils auch vom Weinbau geprägt, mainabwärts folgt mit Karlstadt, Gemünden, Lohr und Wertheim (letzteres liegt bereits knapp hinter der Grenze zu Baden- Württemberg, ist aber bei Mainfranken- Reisenden ein beliebtes Ausflugsziel) ein charmantes Winzerstädtchen auf das nächste.

Eine besondere Stadtplanung und reizvolle Architektur weist Karlstadt auf. Bereits bei seiner Gründung um die Jahrhundertwende 12./13. Jahrhundert wurden die Gebäude in einem Raster aus gleich großen Quadraten regelmäßig angeordnet, was für den mittelalterlichen Städtebau in Deutschland völlig untypisch war. Vermutlich erfolgte diese spezielle Anordnung nach dem Vorbild italienischer Städte aus dieser Zeit. Die auffälligsten Gebäude im historischen Stadtkern sind das gotische Rathaus aus dem 14. Jahrhundert mit seinem markanten gestaffelten Giebel und die ebenfalls gotische Stadtpfarrkirche „St. Andreas. I



hre Innenausstattung zeichnet sich aus durch bemerkenswerte Sandsteinskulpturen (die auffälligste ist eine Christus Salvator- Figur aus dem 14. Jahrhundert), Seltenheitswert haben auch die gut erhaltenen Wandmalereien aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

In der Schatzkammer der Pfarrei wird eine von Tilman Riemenschneider geschaffene Holzfigur des Hl. Nikolaus aufbewahrt, die nur nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen ist. Eine weitere architektonische Rarität Karlstadts stammt aus neuerer Zeit: die imposante Süleyman- Moschee mit ihren neun Kuppeln aus Kupfer ist nach dem Vorbild der Baukunst im Osmanischen Reich gestaltet und das einzige derartige Bauwerk in ganz Franken.

Auf der gegenüberliegenden Mainseite thront auf einem Kalk- Felsvorsprung die stattliche Ruine der Karlburg. Die Mühe des Aufstiegs wird durch einen sagenhaften Blick über den Main auf Karlstadt belohnt.

Gemünden liegt an der östlichen Spitze des Mainvierecks. Hier münden die Flüsse Saale und Sinn in den Main, was seine landschaftliche Umgebung besonders reizvoll macht. Vom beschaulichen historischen Stadtbild hebt sich besonders die Ruine der Scherenburg hervor. Sie ist auf einem Hügel am Stadtrand erbaut und ist Teil des Geschichts- und Naturlehrpfades, der am Marktplatz der Stadt beginnt, und als Rundweg (die durchschnittliche Gehzeit beträgt etwa eine Stunde) durch das Gemündener Umland führt.

Folgt man dem Main weiter in südlicher Richtung, gelangt man nach Lohr, ebenso wie Karlstadt und Gemünden eine typische mainfränkische Bilderbuchstadt. Sie liegt idyllisch in einem Talkessel, der vom Main und seinen beiden Nebenflüsschen Lohr und Rechtenbach markiert wird. Bilderbuchcharakter hat auch die jährliche Karfreitagsprozession; hier hat sich die im restlichen Deutschland weitgehend ausgestorbene Tradition bewahrt, Bilder der Leiden Christi zum zentralen Element der Prozession zu machen. Der Spessart als Natur- und Landwirtschaftsraum steht im Mittelpunkt der ständigen Ausstellung des Spessart- Museums, das im schmucken Schloss der Stadt untergebracht ist.

Ein weiterer Schwerpunkt ist hier der traditionsreichen Lohrer Spiegel- und Glasindustrie gewidmet. Die dort seit dem 18. Jahrhundert hergestellten Spiegel gelangten schnell zu großem internationalen Renommee. Viele vermuten hier sogar den Ursprung des Märchens von Schneewittchen: sie soll die Tochter des Gründers der Spiegelmanufaktur gewesen sein, dessen zweite Ehefrau in der Stadt als „Hexe“ verschrien war. Die sieben Zwerge könnten dieser Theorie zufolge kleinwüchsige Bergmänner gewesen sein, die in einem nahe gelegenen Bergwerk im Spessart Quarz für die Spiegelproduktion förderten. Auf dem insgesamt 33 km langen „Schneewittchenwanderweg“, der von Lohr aus durch den Spessart bis zu dem kleinen Ort Bieber führt, hat man Gelegenheit, der Legende auf den Grund zu gehen. Gemünden, Lohr



Das könnte Sie auch interessieren:
Landkreis Miltenberg

Landkreis Miltenberg

Landkreis Miltenberg Am westlichen Rand des südlichsten Landkreises der unterfränkischen Spessartregion befindet sich der sanfte Gebirgszug des Odenwaldes (der Großteil seiner Fläche mitsamt der ...
Landkreis Rhön-Grabfeld

Landkreis Rhön-Grabfeld

Landkreis Rhön-Grabfeld Der ländlich geprägte Landkreis besticht durch die traumhafte Mittelgebirgslandschaft der Hohen Rhön, mit dem 928 m hohen Kreuzberg befindet sich hier ihr höchster Gipfel auf ...
Urlaub Unterfranken