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Landkreis Bad Kissingen

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Die Rhön prägt die einzigartige Landschaft im Landkreis Bad Kissingen und in ihrem Nachbarlandkreis Rhön- Grabfeld. Große Teile des Mittelgebirges, das sich über Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt, sind zu Naturschutzgebieten erklärt worden: zum einen verpflichten sich verschiedene öffentliche und gemeinnützige Institutionen im Zusammenschluss zu Naturparks, Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus auf möglichst schonende und ökonomische Weise miteinander in Einklang zu bringen, zum anderen steht der Kernbereich der Rhön als UNESCO- Biosphärenreservat noch einmal unter gesondertem Schutz.



Der Landkreis Bad Kissingen liegt im Westen des bayerischen Teils der Rhön. Die Kreisstadt m Südrand des Gebirges hat nicht nur den Sitz der Verwaltung inne, sondern auch das wichtigste und traditionsreichste Kurbad der Region, der Kurbetrieb wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts aufgenommen.

Das mineralreiche Heilwasser aus der Bad Kissinger Rhönquelle zählt zu den erfolgversprechendsten in ganz Europa. Schon im 19. Jahrhundert erholten sich hier internationaler Hochadel und Prominenz. Die Stadt mit ihrer weitläufigen Kurparkanlage hat noch immer viel von ihrem alten mondänen Flair.

Verantwortlich hierfür sind prächtige Bauten, die, nach der Mode des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts vom Baustil der Renaissance sowie Klassizismus und Jugendstil beeinflusst sind; so zum Beispiel der von Friedrich von Gärtner geschaffene Arkadenbau (um 1835), und drei Meisterwerke von Max Littmann (um die Jahrhundertwende erbaut): das Kurtheater, die Wandel- und Brunnenhalle und der Regentenbau, der als Konzerthalle genutzt wird. Entsprechend schick und stilvoll geht es auch in der Geschäftswelt und Gastronomie der beschaulichen, etwa 25 000 Einwohner zählenden Kurstadt zu.

Dem mondänen Glanz fiel ein Großteil der ursprünglichen mittelalterlichen Bausubstanz zum Opfer, ein bisschen Mittelalterromantik findet man noch in der Burgruine „Bodenlaube“ (im 12. Jahrhundert Alterssitz von Graf Otto von Bodenlauben, einem der bekanntesten Minnesänger im deutschsprachigen Raum) am südlichen Stadtrand.



Nordwestlich von Bad Kissingen liegt, mitten in der Rhön, mit der kleinen aber feinen Kurstadt Bad Brückenau (ca. 7000 Einwohner) ein Heilbad mit ähnlich langer und mondäner Tradition. Es gehörte zu den liebsten Erholungsorten des bayerischen Königs Ludwig I. Reste der barocken Pracht aus der Anfangszeit (das Bad besteht seit 1747) findet man noch in der ehemaligen Residenz „Fürstenhof“ (mittlerweile als Hotel genutzt) und im Pavillonbau „Haus Hirsch“. Klassizistische Prunkbauten aus dem 18. Jahrhundert sind das bezaubernde Hotel- Restaurant „Bellevue“ und der für diverse kulturelle Veranstaltungen genutzte Kursaalbau. Die dritte Heilquelle der Region befindet sich, nur ca. 12 km nördlich der Kreisstadt, in dem beschaulichen Marktflecken Bad Bocklet.

Der 4500- Einwohner- Ort wirkt mit seiner eher ländlichen Prägung und seiner kleinen Kuranlage nicht ganz so mondän wie Bad Brückenau und Bad Kissingen, dafür bietet er seinen Gästen eine gemütliche Atmosphäre und eine Heilquelle, die sich seit ebenso langer Zeit bewährt hat wie die seiner beiden größeren Nachbarn. Außerdem gibt es in der näheren Umgebung viel zu entdecken. Die Landschaft ist hier vornehmlich durch Wälder und dem Flusslauf der Saale mit kleineren Seitenarmen geprägt. In einem solchen Seitental befindet sich Kloster Frauenroth.

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet; bis heute besonders gut erhalten hat sich das Mittelschiff der Kirche St. Blasius. Sie beherbergt die Deckplatten der Grabmäler von Otto von Bodenlauben, der das Kloster stiftete, und seiner Frau. Die bemerkenswert ausgestalteten Steinreliefs in Lebensgröße gelten als eines der gelungensten Werke, die die mittelalterliche Kunst in der Region hervorbrachte. Ebenfalls sehenswert ist Schloss Aschach. Der Bau aus dem 16. Jahrhundert ist von innen zu besichtigen, die Einrichtung setzt sich zusammen aus den unterschiedlichsten Möbeln und Kunstgegenständen, die seine verschiedenen Bewohner im Laufe der Jahrhunderte dort angehäuft haben. Die Anlage beherbergt außerdem ein Schul- und ein Heimatmuseum, ein gemütliches Café im Innenhof vervollständigt den attraktiven Museumskomplex.

Zwei Orte von touristischem Interesse im Landkreis Bad Kissingen, die zwar kein Kurbad, dafür aber einen reichen Fundus an kunsthistorischen Schätzen vorweisen können, sind Münnerstadt und Hammelburg. Etwa 20 km nordwestlich der Kreisstadt liegt das 8000- Einwohner- Städtchen Münnerstadt. Die Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert mit ihren imposanten Stadttoren und eine Vielzahl von Fachwerkhäusern tragen viel zum historischen Flair der Stadt bei. Der bekannteste Kunstschatz der Stadt befindet sich in der gotischen Pfarrkirche „St. Maria Magdalena“: der Hochaltar aus dem Frühwerk Tilman Riemenschneiders unterlag in den etwa 515 Jahren seit seiner Entstehung leider immer wieder mutwilligen Zerstörungen, meist durch die Obrigkeit, die Anstoß an einzelnen Elementen der dargestellten Szene (im Zentrum stand Maria Magdalena) nahmen. So wurde er zu einer restauratorischen Dauerbaustelle, die nur selten aus der Nähe betrachtet werden kann.

Die Winzerstadt Hammelburg liegt im geschützten Tal der Saale ganz im Südwesten des Landkreises. Außer auf ihrer langen Tradition was den Weinbau angeht, beruht der Bekanntheitsgrad der Stadt hauptsächlich auf der dortigen Bundeswehrkaserne. Doch auch die Innenstadt mit ihrer Vielzahl von wunderschönen Renaissancebauten ist äußerst sehenswert.

Hevorzuheben sind hier vor allem der Marktbrunnen und das Alte Rathaus, geschaffen von dem Architekten Johannes Schoner. Für Liebhaber sakraler Kunst lohnt sich die Besichtigung der katholischen Stadtpfarrkirche „St. Johannes der Täufer“, im Zentrum des spätgotischen Gotteshauses steht ein schöner Hochaltar, darüber prangt eine vom Würzburger Hofbildhauer geschaffene Madonna im Strahlenkranz. Wenig außerhalb von Hammelburg befinden sich mit dem Franziskanerkloster Altstadt (vor allem die barocke Klosterkirche ist beeindruckend) und dem benachbarten Schloss Saaleck zwei weitere Sehenswürdigkeiten.



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